frieden
in deiner welt merkst du wohl nicht wie die
zeit vergeht dass ein anderer wind jetzt
weht als damals unter den ästen im freien
dort feierten die einstigen erdengäste bei
regen wie bei sonnigem wetter ihre uralten
nun längst vergessenen verdrängten oder
bekämpften feste in deiner welt ist es ganz
anders ich sehe höre die zeit stillstehen und
denselben wind ewig wehen er umschwärmt
umgibt umschweift uralte jahrein jahraus
wiederkehrende gesten und feste die sich
einander ähneln und sich voneinander
vorübergehend trennen in bräuche gehüllt
in der ewigkeit wie säulen stehen im strom
des lebens vereint wie kerzen brennen
²⁰²⁰