Wandel           

Viele kleine Wiesenblümchen

wuchsen stets jahrein, jahraus.

Keine riesengroßen Helden

störten ihr Beisammensein.

Tritte brachten Gegnerschaften,

Steine fielen auf das Gras.

Später hieß es: Schwache Halme –

ihnen fehlte jeglich’ Mut.

Leere schreit und rühmt bis heute

jenen großen Siegeszug,

und der Henker – er verkündet

Schande stumm. Wunden weinen

rote Tränen. Still sind Münder.

Weiche Decken, Wärme, Ruhe heilen

oberflächlich nur, doch der Bach

– er fließt ja weiter, er fließt fort.

Die Besiegten kommen wieder,

gnadenlos und stets aufrecht,

totgeschlagen, nicht vernichtet,

öffnen Tore unaufhaltsam.

Feinde fliehen, die Vögel zwitschern,

die Sonne scheint, die Katze miaut.

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