Vor ihm sei sein Leben

Der Krieg brach unweit des Ortes, an dem ich, was weiß ich zum wievielten Mal, auf diese Welt offenbar kam, aus. In dem Maße, von dem Land, aus dem ich stamme, entfremdet zu leben, wie zu Zeiten, bevor die Blindgänger ins Nachbarland kamen, vermochte ich nicht mehr. Ich wachte auf. Es war wie Zwang. Ich schaute viele Bilder von der Grenze, vom Nachbarland an, bis zum letzten. Er war ein wunderschöner junger Mann, stark und groß. Eine junge Frau stand links dicht vor ihm in einem großen Zimmer. Sie war  seine Freundin oder Ehefrau vielleicht, und wie er wunderschön. Wegen den beiden kann ich keine Aufnahmen mehr von dort sehen. Ich sehe schwarzen Rauch. Es wird mir schwindelig. Das Bild war wirklich das letzte. Ich kann nicht weinen. Ich kann nicht sprechen. Ich kann kaum etwas essen. Der Mann kann nicht mal ein paar Worte über sich, über den Krieg, an die Welt, an andere schreiben. Er hat keine Arme.

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